Michelfelder Haus

Zu sehen ist das Michelfelder Haus, das schräg von hinten fotografiert wurde. Links ragt eine Tanne ins Bild, rechts stehen weitere Bäume in einem umzäunten Garten. Das Haus selbst ist weiß, hat zwei Stockwerke. Unten wie auch oben gibt es Terrassen, zudem einen Wintergarten, hier links im Bild.
Michelfelder Haus – Rückseite

Das Michelfelder Haus wurde 1898 als eingeschossiges Wohnhaus für 60 „kleine Knaben“ gebaut. Damals hieß es „Pfleglingshaus im Fichtenhain“. Schon 1909 kam, um auch Mädchen in dem Haus unterzubringen zu können, ein weiteres Stockwerk hinzu.

Das Foto zeigt einen Umbauplan von 1909. Oben ist das zweistöckige Michelfelder Haus von vorne abgebildet, unten sieht man die geplante Raumaufteilung. Links außen am Haus befindet sich ein Anbau, der bei der unteren Abbildung auf der rechten Seite zu sehen ist.
Umbaupläne von 1909

1956 wurde das Haus dann nochmals umgebaut und um die zweistöckige Veranda ergänzt. Nun konnten hier 111 Kinder versorgt werden. Statt im ursprünglich schlichten Zweckbau nur die Unterbringung zu gewährleisten, wurde damit Wert auf mehr Komfort und Sicherheit gelegt. Daher zeigt sich das Michelfelder Haus im Stil einer repräsentativeren „Sanatoriumsarchitektur“.

Vorderseite des Hauses; an der Wand rechts lässt sich der Schriftzug „Haus für Barrierefreiheit“ erkennen. Das Haus ist weiß verputzt, das Dach flach mit zwei Schornsteinen rechts und links. Im Vordergrund ist eine große Grünfläche, dahinter Parkplätze. Links führt ein Weg geradeaus in Richtung Straße.
Michelfelder Haus – Gesamtansicht

Nach und nach zogen schließlich die Bewohner*innen in andere Gebäude und die Räume des Michelfelder Hauses wurden stattdessen von Tagesförderungen und Werkstätten genutzt. Beispielsweise waren hier die Kerzenmanufaktur und die Töpferei untergebracht.

Zukünftige Nutzung

Die Werkstätten und Tagesförderungen sind mittlerweile ausgezogen und arbeiten nun mit anderen Gewerken zusammen in der großen Betriebstätte alsterspectrum in Bahrenfeld. Hier ziehen Barrierefrei Leben e.V., Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V. und das Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg ein.